Mädchen lehnt erschöpft mit einem Buch an der Wand – Förderung bei LRS in Berlin

LRS-Training in Berlin – Förderung bei Legasthenie und Dyskalkulie

Mädchen lehnt erschöpft mit einem Buch an der Wand – Förderung bei LRS in Berlin

Wenn Lesen, Schreiben oder Rechnen trotz Üben nicht gelingen wollen, steckt oft eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), eine Legasthenie oder eine Dyskalkulie dahinter. Unsere diplomierten Trainerinnen schauen mit Ihrem Kind darauf, woran es hakt – nicht nur auf die Fehler im Heft.

Was ist LRS – und was unterscheidet sie von Legasthenie?

LRS steht für Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Lese-Rechtschreib-Störung: Ein Kind hat deutlich mehr Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben, als sein Alter und seine sonstigen Fähigkeiten erwarten lassen. Mit der Intelligenz hat das nichts zu tun. Manche Fachverbände sprechen von Legasthenie, wenn die Schwierigkeit anlagebedingt und dauerhaft ist; in der Medizin werden die Begriffe oft gleich verwendet. International heißt es auch Dyslexie.

Die Begriffe werden oft gemischt. Für die Praxis wichtiger als das Etikett ist die Frage, woran es hakt: unter anderem am Heraushören von Lauten, am genauen Hinsehen, an der Aufmerksamkeit oder am Merken von Rechtschreibregeln – kurz: an welcher Stelle der Erwerb der Schriftsprache stockt. Genau das klären wir zuerst. Die Rechenstörung heißt Dyskalkulie: Mengen, Zahlen und Rechenwege bleiben unsicher, obwohl das Kind sonst gut lernt.

Ohne Förderung bleibt es selten nur bei schlechten Noten. Viele Kinder verlieren die Lust am Lernen, trauen sich weniger zu und reagieren mit Bauchweh vor dem Diktat. Deshalb lohnt es sich, früh hinzuschauen: Gezielte Förderung fällt oft leichter, solange noch keine Lernblockade entstanden ist. Unser LRS-Training bieten wir in Berlin in allen drei Praxen an – in Moabit, Tiergarten und Tegel; das Dyskalkulietraining als pädagogisches Zusatzangebot in Moabit.

Junge mit Brille schreibt konzentriert ins Heft – Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)

Verordnung oder Selbstzahler?

Was die Krankenkasse übernimmt – und was Sie selbst zahlen

Das fragen uns Eltern zuerst, deshalb steht es hier oben. Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Dyskalkulie allein ist keine Kassenleistung. Die gesetzlichen Krankenkassen zählen sie nicht zu den Störungen, die mit einer Heilmittelverordnung behandelt werden. Das LRS- und Dyskalkulietraining rechnen wir deshalb privat ab – in Anlehnung an die Sätze der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Den Preis nennen wir Ihnen vor dem ersten Termin.

Anders ist es, wenn zusätzlich eine Sprachentwicklungsstörung oder eine auditive Wahrnehmungsstörung besteht – wenn ein Kind also Laute nicht sicher unterscheidet oder die Sprache selbst noch Lücken hat. Diese Störungen sind logopädisch behandelbar und können ärztlich verordnet werden. Liegt eine solche Störung vor, sprechen Sie uns an – dann klären wir, ob eine logopädische Behandlung auf Verordnung infrage kommt.

Welcher Weg für Ihr Kind der richtige ist, klären wir im Erstgespräch.

Kind liest mit einer farbigen Lesefolie – LRS-Training in Berlin für Selbstzahler

Wenn Lernen zur Last wird

Anzeichen einer Lese-Rechtschreib-Schwäche

Jedes Kind macht beim Lesen- und Schreibenlernen Fehler. Auffällig wird es, wenn die Fehler trotz Üben nicht weniger werden und das Kind deutlich hinter der Klasse zurückbleibt. Typische Anzeichen sind:

  • Langsames, stockendes Lesen, oft Buchstabe für Buchstabe, und wenig Verständnis für das Gelesene
  • Viele Fehler bei geübten Wörtern, dasselbe Wort mal so, mal anders geschrieben
  • Verwechseln ähnlicher Buchstaben und Laute, etwa b und d, g und k, ei und ie
  • Ausgelassene oder vertauschte Buchstaben und Silben
  • Bei Dyskalkulie: Zählen mit den Fingern auch bei einfachen Aufgaben, Unsicherheit bei Mengen, Stellenwerten und Rechenzeichen

Kommen mehrere dieser Punkte zusammen und hält das über Monate an, sprechen Sie mit den Lehrkräften und lassen Sie Sehen und Hören ärztlich prüfen. Danach lohnt sich ein Termin bei uns – auch für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen. Denn eine LRS endet nicht mit der Grundschule. Gibt es nur Startschwierigkeiten, aber keinen Befund, ist manchmal unser Lesekurs „Leichter lesen lernen“ der bessere Einstieg.

Rechenblatt mit vielen Fehlern – Anzeichen für Dyskalkulie und LRS in Berlin

Schwerpunkte

Wobei wir Kinder und Jugendliche unterstützen

Lesen, Schreiben und Rechnen bauen auf denselben Grundlagen auf: Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Sprache. Diese Bereiche fördern wir am häufigsten. Die Lernstandsanalyse zeigt, wo wir ansetzen.

  1. Lese-Rechtschreib-Schwäche

    Wir testen Basisfähigkeiten, üben Lesen und Schreiben vom Laut bis zum Wort und üben Strategien, mit denen Ihr Kind sich selbst helfen kann.

  2. Legasthenie (Dyslexie)

    Bei anlagebedingten Schwierigkeiten geht es nicht ums Wegtrainieren, sondern um sichere Techniken und Ausgleich. Wir arbeiten nach der AFS-Methode – mehr dazu im Ablauf.

  3. Dyskalkulie (Rechenstörung)

    Wir setzen vor dem Rechnen an: beim Verständnis von Mengen und Zahlen. Erst wenn das trägt, kommen die Rechenwege.

  4. Auditive Wahrnehmung

    Wer Laute nicht sicher heraushört, schreibt, was er zu hören meint. Das Training der auditiven Wahrnehmung ist oft ein Baustein für die Rechtschreibung.

  5. Visuelle Wahrnehmung und Aufmerksamkeit

    Genaues Hinsehen, bei der Zeile bleiben, Details unterscheiden – im Teilleistungstraining gezielt geübt.

  6. Lernsituation und Selbstvertrauen

    Wir schauen, wie Ihr Kind zu Hause und in der Schule am besten unterstützt wird, und arbeiten an Motivation und Freude am Lernen – mit dem Ziel, Folgen wie Schulangst vorzubeugen.

Ablauf

So läuft das LRS-Training bei uns ab

Vom ersten Gespräch bis zum Fortschritt im Heft – vier Schritte, mit denen das Training bei jedem Kind beginnt.

  1. Erstgespräch

    Sie rufen an oder schreiben uns. Bringen Sie mit, was Sie haben: Zeugnisse, Hefte, Diktate, Berichte der Schule oder ärztliche Befunde. Eine Verordnung brauchen Sie für das Training nicht.

  2. Lernstandsanalyse

    In der Lernstandsanalyse schauen wir auf Lesen, Schreiben oder Rechnen, auf Aufmerksamkeit, Hören und Sehen. So sehen wir, wo Ihr Kind steht und wo das Training ansetzt – und ob vielleicht eine Sprachstörung dahintersteckt, die ärztlich abgeklärt werden sollte.

  3. Training nach der AFS-Methode

    Wir arbeiten unter anderem nach der AFS-Methode des Ersten Österreichischen Dachverbands Legasthenie (EÖDL). AFS steht für Aufmerksamkeit, Funktion und Symptom: Wir trainieren die Aufmerksamkeit, die Sinneswahrnehmungen, auf denen Lesen, Schreiben und Rechnen aufbauen, und gezielt die Fehlerbereiche selbst. So geht es um die Ursache und um das Heft zugleich.

  4. Begleitung von Eltern und Schule

    Nach den Stunden erfahren Sie, woran wir arbeiten und was zu Hause hilft. Auf Wunsch sprechen wir uns mit der Lehrkraft ab, damit Training, Schule und Hausaufgaben zusammenpassen. Wie oft das Training stattfindet, besprechen wir nach der Lernstandsanalyse mit Ihnen.

Doris Witt-Weller, Logopädin der Logopädischen Praxen Sandhöfner in Berlin
„Das ganze Kind mit seinen Ressourcen und Stärken steht im Vordergrund.“
Doris Witt-Weller · Linguistin M.A., Logopädin, diplomierte Legasthenietherapeutin und Dyskalkulietrainerin – eine von mehreren Kolleginnen mit diesem Schwerpunkt

Lesen, Schreiben und Rechnen – bei uns mit Fachausbildung

Mehrere Kolleginnen unseres Teams haben sich auf Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten spezialisiert, mit unterschiedlichen Wegen dorthin: als diplomierte Legasthenietrainerinnen, mit einem Diplom als Dyskalkulietrainerin, als zertifizierte Teilleistungstrainerin oder als ausgebildete Grundschullehrerin. Gemeinsam ist ihnen der Blick auf das ganze Kind – nicht nur auf die Fehler.


Schwerpunkte im Team:

  • Diplomierte Legasthenietherapeutin seit 2003 und diplomierte Dyskalkulietrainerin seit 2010 (Doris Witt-Weller)
  • Diplomierte Lerndidaktikerin (Doris Witt-Weller)
  • Zertifizierte Teilleistungstrainerin für LRS, auditive und visuelle Wahrnehmung (Ute Flemming)
  • Schwerpunkt Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten und phonologische Störungen (Petra Dienhart)
  • Fortbildung Lese-Rechtschreib-Schwäche (Bianca Hillrichs)
  • Auditive Wahrnehmungsstörungen und Sprachentwicklungsstörungen als mögliche Ursache

Programme

Selbstzahlerangebote – ohne Rezept, auf eigene Rechnung

  • Leichter lesen lernen

    Für Kinder der 1. bis 3. Klasse · Kleingruppe

    Vier Grundschulkinder sitzen nebeneinander und lesen in Büchern – Lesekurs in Berlin

    Lesen üben in der Kleingruppe mit maximal vier Kindern: visuelle Wahrnehmung, Konzentration, Sprachkompetenz und das Unterscheiden von Lauten und Buchstaben. Achtmal 45 Minuten, einmal pro Woche.

    Zum Lesekurs
  • Fit für die Schule

    Für Kinder vor der Einschulung · Kleingruppe

    Vorschulkinder legen gemeinsam Holzpuzzles am Tisch – Kurs vor der Einschulung in Berlin

    Spielerisch üben, was im ersten Schuljahr gebraucht wird – Lautunterscheidung, Merkfähigkeit, Wahrnehmung, Grob- und Feinmotorik. 6 × 45 Minuten in der festen Gruppe mit zwei Logopädinnen, danach ein Elterngespräch.

    Zum Kurs
  • Wortschatzkiste Bilderbuch

    Für Kita-Teams und Gruppen · Fortbildung

    Drei Kleinkinder betrachten auf dem Boden liegend ein Bilderbuch

    Wie betrachtet man ein Bilderbuch so, dass es die Sprache wirklich fördert? Eine Fortbildung für Kita-Teams, Krabbelgruppen, Elternabende und Buchhandlungen. Wir kommen zu Ihnen, Länge und Preis nach Absprache.

    Zur Wortschatzkiste
  • SANJO-Körperarbeit

    Für Erwachsene und Kinder · Einzelbegleitung

    Isabell Sandhöfner bewegt bei der SANJO-Körperarbeit das Bein einer liegenden Klientin

    Sanfte Körperarbeit für Entspannung und Körperwahrnehmung – ohne Rezept, auf eigene Rechnung. Isabell Sandhöfner ist seit 2015 zertifizierte SANJO-Therapeutin.

    Zur SANJO-Therapie
  • Haben Sie Fragen zu unseren Programmen?

    Welches Angebot passt – für Ihr Kind oder für Sie selbst? Wann startet die nächste Gruppe, was kostet es? Rufen Sie einfach an – Isabell Sandhöfner nimmt sich Zeit für ein erstes Gespräch.

    +49 30 39 73 13 03

Jubiläum Glitzer

Wir feiern – feiern Sie mit!

Tag der offenen Tür am 13. November – 30 Jahre Sprache, Stimme und Begegnungen

Freitag, 13. November 2026 · ab 12 Uhr · in der Turmstraße 73, Berlin

Es erwarten Sie verständliche Fachvorträge für die ganze Familie – von Late Talkern über Mehrsprachigkeit und Stottern bis zu Stimme, Rechtschreibung und neurologischen Erkrankungen. Unser Team ist den ganzen Nachmittag für Ihre Fragen da.

30 Jahre

Häufige Fragen zu LRS und Dyskalkulie

Was Eltern uns am häufigsten fragen

Acht Fragen, die vor dem ersten Termin fast immer aufkommen. Wenn Ihre nicht dabei ist: Rufen Sie an – zwei Minuten am Telefon ersparen oft einen Umweg.

Manche Fachverbände unterscheiden so: LRS beschreibt allgemein deutliche Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben, die auch vorübergehend sein können – etwa nach einem schwierigen Schulstart. Legasthenie meint eine anlagebedingte, dauerhafte Form. In der Medizin und im Alltag werden die Begriffe oft gleich verwendet. Für das Training zählt vor allem, woran es bei Ihrem Kind konkret hakt.

Das LRS- und Dyskalkulietraining ist keine Kassenleistung. Wir rechnen es privat ab, in Anlehnung an die Sätze der gesetzlichen Krankenversicherung. Den genauen Preis nennen wir Ihnen vor dem ersten Termin. Steckt eine Sprachstörung dahinter, kann diese ärztlich verordnet und über die Krankenkasse behandelt werden.

Über Nachteilsausgleich und Notenschutz entscheidet die Schule. In Berlin regeln das die Grundschulverordnung und die Sekundarstufe-I-Verordnung; möglich ist zum Beispiel mehr Zeit bei Klassenarbeiten. Sprechen Sie zuerst mit den Lehrkräften. Bei der schulischen Diagnostik unterstützt in Berlin das SIBUZ, das schulpsychologische Beratungszentrum Ihres Bezirks.

Nein. Weil wir das Training privat abrechnen, brauchen Sie weder eine Verordnung noch eine offizielle Diagnose – zu Beginn machen wir selbst eine Lernstandsanalyse. Bringen Sie gern Zeugnisse, Hefte und Befunde mit. Für einen Nachteilsausgleich in der Schule kann eine festgestellte LRS dagegen wichtig sein.

Dyskalkulie ist eine Rechenstörung: Ein Kind hat dauerhaft große Mühe, Mengen zu erfassen, Zahlen zu verstehen und Rechenwege zu behalten, obwohl es sonst gut lernt. Typisch sind Zählen mit den Fingern auch bei einfachen Aufgaben, Zahlendreher und Unsicherheit beim Zehnerübergang.

Nein. Legasthenie und Dyskalkulie haben nichts mit Intelligenz zu tun – auch besonders begabte Kinder können betroffen sein. Die Schwierigkeit betrifft einen bestimmten Bereich des Lernens. Genau deshalb ist es so wichtig, dass das Kind das selbst erfährt – sonst hält es sich bald für dumm, und das bremst mehr als jeder Fehler.

Das hängt davon ab, wie stark die Schwierigkeiten sind und woran sie liegen. Die meisten Kinder brauchen ein regelmäßiges Training über einen längeren Zeitraum. Wir sagen Ihnen nach der Lernstandsanalyse ehrlich, womit Sie rechnen können, und besprechen den Stand regelmäßig mit Ihnen.

Der Lesekurs „Leichter lesen lernen“ ist für Kinder der ersten bis dritten Klasse mit Startschwierigkeiten, aber ohne LRS-Befund – in einer kleinen Gruppe, acht Wochen lang. Ist eine Lese-Rechtschreib-Schwäche diagnostiziert oder steht sie im Raum, ist unser LRS-Training der richtige Weg.

Termin für Ihr Kind anfragen

Schreiben Sie uns, in welche Klasse Ihr Kind geht, was Ihnen auffällt und welcher Standort Ihnen passt – wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen. Noch ohne Befund? Dann schauen Sie sich auch unseren Lesekurs „Leichter lesen lernen“ an.